Die feine Art des Lächelns

Der Mann kann zeichnen, ohne Frage, und dabei steht der «Biedermannsche» Humor in smartem Gegensatz zum Pointen anfälligen Familiennamen. Nein, nomen non est omen, auch wenn die Figuren und Geschichten des hauptberuflich als Art Director und Werber tätigen Cartoonisten alles andere denn heftig-deftig sind. Vielmehr sind es die kleinen Gesten, die feinen Pointen, die Biedermanns Witz auszeichnen.

Der Blick auf seine Figuren ist bei allen Nadelstichen liebevoll, zwinkernd, voller Verständnis für allzu menschliche Unzulänglichkeiten. Man denkt an Jean-Jacques Sempé, den grossen französischen Zeichner. Und das nicht zufällig: Sempé ist eine Art  Wesensverwandter. Wie er liess auch Biedermann seine Figuren in verschiedenen Medien auftreten, im «Nebelspalter» etwa oder in der «Weltwoche», als diese noch ein weltoffenes Blatt war.

Heute kommen vorab Werbekunden – von der Grossbank bis zum Lokalradio – in den Genuss der Biedermannschen Zeichenwelt. Ein fast fertiges Kinderbuch wartet noch auf seine Entbindung…

aw